Die RS-Modelle

Seit 1994 bilden die RS-Modelle mit ihren Hochleistungsmotoren und dem permanenten Allradantrieb quattro die dynamische Speerspitze des Audi-Modellprogramms. Seit 2000 zeichnet die quattro GmbH für sie verantwortlich.<br>

Das erste Modell entstand 1994 in Kooperation mit Porsche; der RS 2 basierte auf dem Audi 80 Avant. Sein 2,2-Liter-Fünfzylinder leistete mit Vierventiltechnik und Turboaufladung satte 232 kW (315 PS); die Fahrleistungen spielten ebenso in der Liga der starken Sportwagen wie die Bremsanlage. Der RS 2 blieb zwar nur zwei Jahre lang am Markt, doch er begründete eine neue Fahrzeugklasse – das Segment der hochmotorisierten Sport-Kombis.

Im Jahr 2000 führte der erste RS 4 Avant dieses Konzept fort. Er hatte einen 2,7-Liter-V6 mit Biturbo-Aufladung als Antrieb, der 279 kW (380 PS) leistete. Die 2005 vorgestellte RS 4 Limousine der zweiten Generation hingegen nutzte einen hochdrehenden V8-Saugmotor. Der Direkteinspritzer lieferte 309 kW (420 PS), die über ein neu entwickeltes Mittendifferenzial in heckbetonter Kraftverteilung zu den Rädern gelangten. Der neue RS 4 war erstmals in drei Karosserievarianten zu bekommen – als Limousine, Avant und Cabriolet.

Auf dem Genfer Automobilsalon 2010 gab der RS 5 sein Debüt. Der V8-FSI des eleganten Coupés bringt es auf 331 kW (450 PS), der Antriebsstrang präsentiert die jüngste Evolutionsstufe der quattro-Technologie – das selbstsperrende Kronenrad-Mittendifferenzial. Es ist noch effizienter, präziser und leistungsfähiger als sein Vorgänger-Bauteil, es bietet noch mehr Traktion und Fahrdynamik.

In der A6-Familie erschien 2002 der RS 6, lieferbar als Limousine und Avant. Bei ihm kam der vielseitige 4,2-Liter-V8 zum Einsatz – von zwei Turbos mit Luft versorgt, stellte er 331 kW (450 PS) bereit. Eine innovative Stoßdämpfer-Technologie, die Dynamic Ride Control, sorgte auf rein mechanischem Weg für einen wirkungsvollen Nick- und Wankausgleich – eine Technologie, die 2005 auch dem RS 4 zugutekam. 2004 folgte der RS 6 plus in limitierter Stückzahl, leistungsgesteigert auf 353 kW (480 PS).

In der zweiten, 2008 aufgelegten Generation hat der RS 6 einen V10-FSI mit 5,0 Liter Hubraum unter der Haube – mit Biturbo-Aufladung gibt er 426 kW (580 PS) ab und ist damit der stärkste Motor aller Zeiten in einem Audi-Pkw. Seit dem Genfer Salon 2010 findet sich erneut ein RS 6 plus in der Liste, abermals in limitierter Stückzahl. Die Leistung ist gleich geblieben, doch die Höchstgeschwindigkeit wurde auf 303 km/h angehoben.

Seit 2009 stehen auch in der kompakten Klasse dynamische RS-Modelle an der Spitze. Der TT RS und der TT RS Roadster greifen die große Tradition der Fünfzylindermotoren von Audi auf – ihr direkt einspritzender 2,5-Liter leistet 250 kW (340 PS). Im Zusammenspiel mit der leichten, überwiegend aus Aluminium gefertigten Karosserie sorgt er nicht nur für explosive Fahrleistungen, sondern auch für hohe Effizienz im Umgang mit dem Kraftstoff.

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